DJK Neuweiler II – SV Auersmacher IV 1:11 (0:6)

Gutes Abwehrverhalten hat nichts mit defensiver Spielweise zu tun.

Ein kleine aber feine Wahrheit, die der SVA4 im Moment Woche für Woche auf den Platz bringt. In nahezu jeder Abwehraktion steckt bereits die Idee, das Vorspiel, des folgenden Angriffs. Die Position an sich, sagt also nicht unbedingt viel über die Aufgaben des jeweiligen Spielers aus. Jeder baut das Spiel auf, und jeder sichert ab. Ohne dieses kollektive (und funktionierende) Umschalten in beide Richtungen stünden wir nicht da wo wir stehen.

Auch wenn die Ergebnisse oft das Bild einer gewissen (und durchaus auch vorhandenen) Dominanz vermitteln, wehre ich mich dagegen vom berühmt berüchtigten „Selbstläufer“ zu reden. Das ist nicht der Fall. Wäre auch allen Gegnern gegenüber mehr als ungerecht. Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir nur sehr wenige Fehler machen, dass wir diese wenigen Fehler meistens wieder ausbügeln können, weil wir den vielleicht in Bedrängnis geratenen Mitspieler nicht alleine lassen –  und eben natürlich auch dadurch, dass wir nicht viele Chancen brauchen. Das Team funktioniert einfach.

Und davon handelt der folgende Bericht.

Nach den ersten 10 Minuten hatten wir schon zwei Torjubel erlebt. Das 0:1 von Christoph Palz bereitete Nils Gola per Einwurf vor, das 0:2 erzielte er kurz darauf selbst. Insgesamt wieder ein bärenstarker Auftritt unserer Nummer 9. Immer anspielbar, immer brandgefährlich. Oder (Achtung, schlechtes Wortspiel!): gOlaktisch.

In der Folge zeigte Neuweiler, dass man sich auf eigenem Platz aber nicht so leicht den Schneid abkaufen lassen würde und drängte seinerseits auf den Anschlusstreffer. Zwei gute Möglichkeiten direkt hintereinander konnten aber jeweils spätestens vom Mann zwischen den Pfosten abgewehrt werden und kurz darauf war es dann doch wieder das grün-weiße (buntgestutzte) Team, das jubeln durfte. 0:3 durch Gökhan Erdem, der zum ersten Mal im Sturm auflaufen durfte und sich mit einem Abstauber für das Vertrauen von Taktikfuchs Alf Knott bedankte. Gewusst wie ;)

Für das was fünf Minuten danach folgte, hab‘ ich euch extra mal ein Bild gebastelt:

Hübsch, nicht?

Hübsch, nicht?

Ramon Bachmann führt den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum, hat erst das Auge für den startenden Peter Jungmann, und dann auch noch den Fuß um ihn mit einem Zuckerpass über das halbe Spielfeld in Szene zu setzen. Galaktisches Ding. Ebenso wie Peters Abschluss zum 0:4. Ganz feiner Spielzug.

Eine Minute danach erhöhte Peter Jungmann per Foulelfmeter auf 0:5 und kurz vor der Pause traf Michael Palz nach Flanke von Nils Gola zum vorentscheidenden 0:6.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Christoph Palz mit seinem zweiten Treffer des Tages gleichzeitig unseren hundertsten Saisontreffer und das 0:7, und – soviel schonmal vorab – das sollte nicht sein letzter bleiben. Kurz danach hatte Neuweiler dann eine Standardsituation, nach deren Ausführung uns ein einziges Mal die Zuordnung fehlte und das wurde direkt bestraft. Schöne Direktabnahme vom Elfmeterpunkt. 1:7.

Unsere beiden Rückkehrer, Carlos Metz und Michael Heinrich, hatten hierauf aber postwendend eine Antwort parat. Flanke Metz, Tor Heinrich. 1:8. Als wären sie nie weg gewesen. Heimlich geübt?

In der 78. Minute schickte der vor Spielwitz sprühende Christoph Palz Kai Lindner steil und dieser traf kompromisslos zum 1:9. Ein paar Zeigerumdrehungen später machte Peter Jungmann es mit dem Vollspann aus zentraler Position zweistellig. Dritter Treffer des Tages, Mister Zuverlässig auf dem Weg zur Torjägerkrone.

Aber es kam ja auch noch die 86. Minute. Und ich bin mir nicht sicher, ob Christoph Palz bei Schweinsteiger kopiert hat, oder ob Schweinsteiger unter der Woche bei Christoph trainiert. Mal kurz den schmalen Grat zwischen Kunst und Wahnsinn beschritten, die Hacke ausgepackt und zum 1:11 vollendet. Sagen wir es gemeinsam: GA-LAK-TISCH!

Ein Ergebnis, oder vielmehr ein Etappensieg, der sich anfühlt wie ein innerer Rosenmontag: schon einiges in den Knochen, aber auch noch ein bißchen was vor sich ehe die Fastenzeit beginnt.

Von daher: Auf geht’s. Kostüme* an, nicht nachlassen!

Es spielten: Tim Franz – Dirk Hoffmann – Ramon Bachmann – Mathias Brocker – Eric Wittmer-Braun – Christian Trennheuser – Kai Lindner – Christoph Palz – Nils Gola – Peter Jungmann – Gökhan Erdem – Philipp Mathis – Michael Heinrich – Carlos Metz – Michael Palz

Tore: 0:1 Christoph Palz (6.), 0:2 Nils Gola (10.), 0:3 Gökhan Erdem (21.), 0:4 Peter Jungmann (25.), 0:5 Peter Jungmann (26.), 0:6 Michael Palz (44.), 0:7 Christoph Palz (54.), 1:7 (62.), 1:8 Michael Heinrich (73.), 1:9 Kai Lindner (78.), 1:10 Peter Jungmann (83.), 1:11 Christoph Palz (86.)

(*anders kann man unseren Trikotsatz nicht beschreiben… #WinkMitDemZaunpfahl)

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