Halle-luja

Kurz nach dem letzten Spiel der Gruppe B, dachte ich die Stimmung sei endlich da. Bei mir. In der ganzen Halle.

Im überwiegenden Teil der vollbesetzten Blöcke war es aber wohl nur die kurze Hochphase über das sang- und klanglose Ausscheiden des Titelverteidigers aus Völklingen, bei mir war es die Euphorie des Rechthabens. Ich hatte ein Bier gewonnen, weil ich gegen die Völklinger getippt hatte.

Ich gehe gern zum Fußball. Draussen, drinnen, egal. Das Hallenmasters im Saarland ist da immer ein schöner Höhepunkt in der Tristesse der Winterpause gewesen. Bier mit Kumpels, schnelle Spiele auf engem Raum, Spaß eben, gute Sonntagsunterhaltung.

Von der 21. Auflage der Hallenmeisterschaft wird mir jedoch nicht viel im Gedächtnis bleiben.

Vielleicht im positiven Sinne die Sympathie für den Aussenseiter aus Schmelz-Limbach, der sich bis ins Finale spielte und sich dort erst Hertha Wiesbach geschlagen geben musste.

Vielleicht im negativen Sinne die Farce zwischen dem SV Auersmacher und Saar 05 Saarbrücken, die im vorletzten Gruppenspiel der Gruppe A beim Stande von 2:2, eine Minute Stillstand produzierten, bis die Schlusssirene Erlösung brachte. Beide waren durch dieses Ergebnis weiter und so sehr ich auch versuche mich in diesen taktischen Zug hineinzudenken, so sehr ich versuche mir einzureden, dass das alle anderen genau so gemacht hätten – ich kann da nichts positives dran entdecken. Ganz miese Nummer, von beiden, für die es absolut berechtigte Pfiffe hagelte. Fehlten nur weiße Taschentücher, mindestens elf Österreicher und Eberhard Stanjek am Mikrofon, um es zu einem (kleinen) zweiten Gijón zu machen…

Das war die Regeländerung in Reinkultur.

„Der Torhüter darf den Torraum nicht verlassen, es sei denn zur Abwehr eines Balles.“

Ich hoffe, dass man dieses Spiel zum Anlass nimmt sich noch einmal Gedanken zu machen und vielleicht wenigstens eine Art 4-Sekunden-Regel wie beim Futsal hinzufügt.

Sowas wie gestern kann niemand ernsthaft sehen wollen. Vereinsbrille hin oder her. Das hat mit Fußball nix zu tun.

Aber genug gemeckert, ansonsten war’s durchaus ein netter Nachmittag. Die Organisation hat gestimmt (auch wenn die Völklinger Halle ihre Schwächen hat), kaum Wartezeiten, unkomplizierte An- und Abreise, faire Preise. Kompliment an den Veranstalter und Glückwunsch an den Sieger aus Wiesbach.

Man sieht sich in einem Jahr, vielleicht dann ja mal in der Saarlandhalle – und bitte, bitte, bitte mit Regeländerung ;)

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