Exen-Geflüster

Sonntagmorgen. Katerstimmung.

Der obligatorische Griff zum Handy bringt mir neben der Uhrzeit auch mehrere whatsapp-Nachrichten ins eingeschränkte Gesichtsfeld. Dreiviertel davon lassen mich lächeln. Liebe Menschen, die ich entweder nachts leider nicht mehr getroffen habe, oder die fragen ob ich gut nach Hause gekommen sei.

Die letzte Nachricht hingegen kann ich nicht wirklich einordnen. Eine Nummer die ich nicht im Speicher habe. Fragwürdige Satzstellung. Seltsamer Inhalt.

Ich gehe mir die Zähne putzen.

Als ich die Nachricht dann nochmal lese, wird mir klar wer mich da beehrt. Der Text bleibt allerdings seltsam. Vielleicht war Alkohol im Spiel, was weiß ich. Es interessiert mich nicht so sehr, dass ich mich zu einer inhaltlichen Frage hinreissen lasse. Das, was ich aus dem Buchstabensalat herauslesen kann, hat was vorwurfsvolles, melancholisches in sich.

Ich entscheide mich dafür gar nicht zu antworten.

Aber ich nehme daraus die Erkenntnis mit, dass es sich mit dem Leben manchmal so verhält, wie mit Blogbeiträgen.

Es ist nicht immer einfach ein gutes Ende zu finden.

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2 Gedanken zu “Exen-Geflüster

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