SV Auersmacher IV – SG Fischbach/Göttelborn III 9:1 (5:1)

Es gibt ja durchaus einige Leute, die der Meinung sind, dass etwas kein richtiges Gefühl sei, wenn man es nicht mit einem Song der Ramones ausdrücken könne. Und was soll ich sagen… ich gehöre wohl irgendwie dazu. Wenn ich nun also meine momentanen Gefühle beschreiben soll (und ich gehe davon aus, dass ich das soll, alleine schon deshalb weil ihr immer noch hier am lesen seid), habe ich keine andere Wahl, als „A real cool time“ zu wählen.

Der Beweis, dass das Gefühl wirklich existiert, ist hiermit also hieb- und stichfest erbracht (q.e.d.).

Das allseits bekannte Luxusproblem der vierten Mannschaft löste sich heute bereits vor der Partie. Sage und schreibe drei(!) Spieler erklärten sich freiwillig bereit nicht auf dem Spielberichtsbogen auftauchen zu müssen, um dem Rest mehr Spielzeit zu ermöglichen. Dazu muss man nicht viele Worte verlieren, außer vielleicht: Jungs; ihr seid die vierte Mannschaft. Genau das macht uns aus. Kein Ego-Zeug. Kein Rumgezicke. Der Star ist das Kollektiv. Und es ist im Endeffekt unerheblich wer das Trikot auf den Rasen trägt – auch diejenigen die das temporär nicht tun, gehören zu 100% dazu, und selbige gewinnen (oder verlieren) ebenso mit wie alle anderen.

Sichtbar wurde das heute bereits in der zweiten Spielminute, als Michael Heinrich einen Kopfball unter die Latte wuchtete, die obligatorische Führung herstellte und damit kollektiven Jubel auslöste, nicht nur auf dem Platz. Und – soviel sei bereits verraten (falls jemand die Überschrift überlesen hat) – dabei sollte es nicht bleiben. Im Verlauf des Spiels sagte jedenfalls ein namentlich unbekannter Spieler der sich aufwärmenden zweiten Mannschaft der Fischbacher, nach einem weiteren Treffer für grün-weiß, dass bei ihnen noch nicht mal bei der ersten Mannschaft solch eine Stimmung aufkäme… genießt diesen Satz, liebe Spieler, Fans, Offizielle. Er gehört euch.

Doch zurück zum Geschehen: auch Nils Gola erwischte (wie immer) einen Sahnetag und ließ in den Minuten 10 und 11 zwei weitere Treffer folgen, sodass recht früh klar war, wer hier nach dem Spieltag die Verfolgung von Quierschied ohne Windschatten auf sich nehmen würde. Neun Minuten später erhöhte Peter Jungmann auf 4:0, ehe die einzige wirkliche Unachtsamkeit in der Abwehr mit dem 4:1 bestraft wurde. Nichtsdestotrotz war das heute defensiv wieder mehr als solide. Sowohl die erste, als auch die zweite Garnitur hat ihre Aufgaben absolut übererfüllt, da fällt ein einzelner Fehler nicht weiter ins Gewicht. Vor allem wenn die Offensive derart vor- und nachlegt.

Der letzte Treffer vor der Pause war dann Christian Trennheuser vorbehalten, der nach schöner Vorarbeit von Nils Gola das 5:1 erzielte.

Spätestens nach der wohlverdienten Halbzeitpause wurde es auch dem letzten Zweifler offenbar, dass wir es heute nicht mit einer mittelguten Thekentruppe zu tun hatten. Der Gegner hat uns durchaus einiges abverlangt. Eigentlich sogar viel mehr als das Ergebnis schlussendlich aussagt. Dennoch haben wir einfach gut gestanden, defensiv fast immer eine passende ANtwort gehabt und offensiv immer wieder Konter vom Feinsten aus dem Ärmel gezaubert. So auch in der 54. Minute, als der unermüdlich arbeitende Michael Palz auf 6:1 erhöhte. Eine Viertelstunde später trug Dominic Ries sich zum ersten Mal in dieser Saison in die Torschützenliste ein und in Minute 75 machte Nils Gola seinen Dreierpack mit dem 8:1 perfekt.

Den Schlusspunkt setzte dann Ramon Bachmann. 9:1. Nicht zweistellig. Trotzdem der fünfzigste Saisontreffer. Aber wir wollen ja auch nicht überheblich werden. Es war ein Arbeitssieg. Kein Selbstläufer. Es war genau das, was wir zeigen müssen. Wenn dann zusätzlich noch viele Tore dabei herausspringen, umso besser. Genau das, was uns auch schon gegen Quierschied ausgezeichnet hat: Nicht Fehler vermeiden wollen (gerade dann passieren welche), sondern Fehler erzwingen und sie dann ausnutzen. Natürlich werden dabei auch mal Chancen vergeben. Geschenkt. Selbst wenn dann zum ersten mal in der Auersmacher Fußballgeschichte einem „AUSWECHSLE“-Schrei (freiwillig) nachgekommen wurde ;)

Jetzt gilt es dem letzten Spiel entgegen zu fiebern. Geil zu sein. Trotz einer Woche Pause. Wir haben es selbst in der Hand. Wir können in aussichtsreicher Position in die Winterpause gehen, wenn wir das derzeitige Niveau halten und noch einmal abrufen was wir können. Das ist schwerer als es klingt, aber machbar. Wenn jeder alles dafür gibt.

Vielleicht hilft es uns, wenn wir uns vor Augen halten, dass der Kollege Christoph Palz gestern Abend die Früchte seines wohl schönsten Treffers geerntet hat. Einen Treffer, den er außerhalb des Platzes und bereits vor ca 9 Monaten erzielt hat. Alles Gute vom ganzen Team, Christoph. Wir freuen uns riesig für dich und deine kleine Familie, und wir freuen uns auf deine Rückkehr. Sobald du wieder Zeit und Muße dafür findest. Hau rein!

Wir tun das auch.

Es spielten: Tim Franz – Alexander Fisch – Ramon Bachmann – Sebastian Thiel – Eric Wittmer-Braun – Mathias Brocker – Michael Palz – Kai Lindner – Christian Trennheuser – Carlos Metz – Peter Jungmann – Nils Gola – Dominic Ries – Marc Brach – Michael Heinrich – Dirk Hoffmann – Gökhan Erdem

Tore: 1:0 Michael Heinrich (2.), 2:0 Nils Gola (10.), 3:0 Nils Gola (11.), 4:0 Peter Jungmann (20.), 4:1 (22.), 5:1 Christian Trennheuser (25.), 6:1 Michael Palz (54.), 7:1 Dominic Ries (69.), 8:1 Nils Gola (75.), 9:1 Ramon Bachmann (86.)

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