SV Schafbrücke II – SV Auersmacher IV 3:13 (2:6)

Wäre ich noch Schüler, hätte ich jetzt schon meinen (obligatorischen) Aufsatz zum Thema „Mein schönstes Ferienerlebnis“ fertig.

Ein Spiel wie Urlaub. Sonnenschein. Grüne Wiese(n). Drei Gastgeschenke. Glückliche Menschen. Bier. Alles in allem hat mich das heute schwer an das San Francisco der 60er Jahre erinnert. Hat nur gefehlt, dass jemand Scott McKenzie laufen lässt.

Aber der Reihe nach: Mal wieder Luxusprobleme beim SVA 4. Sechzehn Spieler auf dem Spielberichtsbogen, von Anfang an spielt da nur, wer pünktlich ist (oder gut verhandelt… alles ’ne reine Literfrage, munkelt man).

Der Torreigen begann heute schon in der 3. Spielminute. Kai Lindner verwerte einen abprallenden Schuss von Peter Jungmann zum 0:1.

Gastgeschenk Nummer 1 folgte auf dem Fuße: Eckball für Schafbrücke und am langen Pfosten darf der Gastgeber unbedrängt einnicken. 1:1. Bitte, gerne.

Es dauerte dann bis zur 11. Minute ehe Routinier Jörg Ernst am gegnerischen 16er (an)kam, sich mit Ball drehte, zum 1:2 traf – und sich auswechseln ließ. Kurze aber beeindruckende Demonstration dessen, was man wohl landläufig Effektivität nennt.

Sieben Minuten später trug sich Debütant (und Legende) Heiko Lehmann dann ebenfalls in die Torschützenliste ein. Aus 30 Metern. Dieses Zusammenspiel von Auge und Fuß hat man einfach, oder man hat es nicht. Leider gibt es keine Videobeweise davon, besser kann das jedenfalls auch kein Profi.

Kurz bevor die erste halbe Stunde rum war, schloss Libero Sebastian Thiel dann eine sehenswerte Offensivaktion per Abstauber zum 1:4 ab. Überhaupt waren da heute wieder sehr, sehr viele schöne Spielzüge drin. Herausgespielt, herausgearbeitet, wie auch immer. Es lohnt sich durchaus, den Spielen beizuwohnen. Sonntags nach der Kirche ist ja ansonsten eh nicht so viel los im Ort, von daher… ;)

Jedenfalls verwertete Nils Gola in der 33. Minute noch einen Eckball mustergültig per Kopf zum 1:5, und in der 37. Minute war es erneut Sebastian Thiel, der aus leicht abseitsverdächtiger Position das 1:6 abstaubte.

Es folgte Gastgeschenk Nummer 2: Nach einem langen Ball des Gegners und einer sauberen Klärung der Situation, entschied der Unparteiische relativ fragwürdig sinnfrei kreativ auf Strafstoß. Mit diesem 2:6 ging es dann auch in die Pause.

Nach der Halbzeit tankte sich Michael Palz zum Elfmeterpunkt durch und erzielte von dort seinen ersten Saisontreffer zum 2:7. Kurz darauf war es Kai Lindner der im 16er angespielt wurde und den Ball zum 2:8 in den Maschen versenkte. Zehn Minuten später verwertete erneut Michael Palz einen Abpraller zum 2:9.

In der 72. Minute setzte Nils Gola sich dann wunderschön über rechts durchs und netzte zum 2:10. Sechs Minuten später verlud Mathias Brocker den gegnerischen Keeper und erzielte das 2:11. Direkt im Anschluss war das 2:12 dann dem Abwehrrecken Ramon Bachmann vorbehalten, der einen Eckball per Kopf verwertete.

Der folgende Anstoß brachte dann Gastgeschenk Nummer 3: Direkt vom Punkt geschossen, der Schlussmann (und Autor dieser Zeilen) unterhält sich mit der sich warmlaufenden dritten Mannschaft, lenkt den Ball noch irgendwie an die Latte, aber dann war er doch drin… man kann hier von „unhaltbar“, über „Platzfehler“ bis „KISTE!!!“ wohl so ziemlich alle Vokabeln einsetzen. Muss man aber nicht. Ich nehm den Treffer ja freiwillig auf meine Kappe, Herr Ernst ;)

In der 87. Minute erzielte Mathias Brocker noch das 3:13, was dann auch der Endstand sein sollte. Genug ist genug.

Wenn ich mir was wünschen darf, hätte ich nächste Woche gerne ein noch schöneres Ferienerlebnis. Und wenn wir dann schon bei verfrühten Weihnachtswünschen sind, wünsche ich mir noch zusätzlich eine baldige Genesung von Carlos Metz. Im Sturm brauchen wir nämlich dringend wieder mehr Druck, positiven Konkurrenzkampf ;) No offense. Absolutes Luxusproblem, beste Offensive der Liga, ich weiß. Aber trotzdem war das heute wieder teilweise fahrlässig. Wenn ich dann darüber maule, meine ich das nicht böse. Es geht mir in erster Linie darum die Konzentration hochzuhalten. Fokussiert zu sein. 90 Minuten lang.

Ab dann bin ich der Erste der sich über „Flasche leer“ freut.

Es spielten: Tim Franz – Sebastian Thiel – Dominic Ries – Ramon Bachmann – Eric Wittmer-Braun – Mathias Brocker – Kai Lindner – Christian Trennheuser – Heiko Lehmann – Peter Jungmann – Nils Gola – Michael Heinrich – Christoph Palz – Philipp Thiel – Michael Palz – Jörg Ernst

Tore: 0:1 Kai Lindner (3.), 1:1 (5.), 1:2 Jörg Ernst (11.), 1:3 Heiko Lehmann (18.), 1:4 Sebastian Thiel (29.), 1:5 Nils Gola (33.), 1:6 Sebastian Thiel (37.), 2:6 (39.), 2:7 Michael Palz (53.), 2:8 Kai Lindner (57.), 2:9 Michael Palz (68.), 2:10 Nils Gola (72.), 2:11 Mathias Brocker (78.), 2:12 Ramon Bachmann (80.), 3:12 (81.), 3:13 Mathias Brocker (87.)

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