To infinity, and beyond! Part II

Die letzten Wochen vor der Sommerpause waren ja prall gefüllt mit ‚Jahrhundertspielen‘ und Megaduellen: Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League. Alles irgendwie gleich. Hochauflösende Bilder, rasante Kamerafahrten, hyperventilierende Kommentatoren (>>Rooooobbbbeeeeenn!!!!<<). Einheitsbrei eben. Sogar der Verlierer war immer der Selbe.

Widmen wir uns also den Exoten unter den Ballsportfreunden. Denjenigen, die den pfeilschnellen Stürmer des Gegners eben nicht bereits bei der Ballannahme stören und/oder doppeln, sondern ihn erst mal Fahrt aufnehmen lassen und ihn dann mit Anlauf über die Barriere flexen wie einst Walter Frosch.

SV Auersmacher 4

Kreisliga B Obere Saar

Umgangssprachlich: Die Galaktischen

Die Rückrunde begann im wahrsten Sinne des Wortes ‚holprig‘. Der Platz in Eschringen glich einer französischen Ortsdurchfahrt bis ins letzte Schlagloch. Internationales Flair also, inklusive Tempolimit auf der Aussenbahn. Wir verteilten bereitwillig Gastgeschenke, so dass sich Zenit Saarbrücken nicht großartig bemühen musste die Kugel ins Netz zu befördern. Gern geschehen. Endstand 2:0.

Es folgten zwei Spielabsagen. Einmal in Neuweiler (von uns) und einmal zu Hause als Jägersfreude nicht antrat. Irgendwie ärgerlich, aber eben nicht zu vermeiden. Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass es a) Hobbysport ist (vgl.: Trainingsbetrieb; der) und b) manchmal auch in den höheren Mannschaften ausgeholfen werden musste. Wenn alle vier aktiven Mannschaften am selben Tag spielten, ließen sich gewisse personelle Engpässe eben (speziell bei uns) nur noch schwer oder gar nicht ausgleichen. Was soll’s.

Danach stand das Gastspiel des Meisters in spe, Altenwald, auf heimischem Geläuf an. Und, wir erinnern uns, selbige hatten in der laufenden Runde erst eine einzige Niederlage hinnehmen müssen. Das Spiel lässt sich wohl am besten mit >>Oops, we did it again!<< umschreiben. 5:2 Heimsieg. Galaktisch!

Nach einer weiteren Spielabsage (gegen Schafbrücke) war wieder Derbyzeit. Auswärts in Sitterswald. Wir haben es wie schon im Hinspiel zwar geschafft vier eigene Tore zu erzielen, kassierten diesmal jedoch nach 4:1 Führung noch drei weitere Gegentreffer, so dass die Punkte schlußendlich geteilt wurden. Gelebtes Fair-Play eben. Wahre Liebe gibt es halt nur unter (Tabellen-)Nachbarn. Anschließend folgten wir dem Ruf des Vorstandes ins heimische Saar-Blies-Stadion, wo es nach der Saarlandligapartie und der Verabschiedung von Jörn Birster noch frischgezapften Lebenssaft von Karlsberg und herzallerliebste Schwenker vom Faxe gab (also von Faxe zubereitet, nicht VON ihm). Dankeschön nochmal an dieser Stelle an den Vorstand, an den Grillmeister, an die Thekenbesatzung und an alle die ich vergessen hab‘. Wir hatten definitiv unseren Spaß. Sogar so viel davon, dass wir die erste Mannschaft beim bierseligen Elfmeterschießen absichtlich (!) gewinnen ließen. Wer was anderes behauptet, behauptet was anderes.

Aber die Saison war damit noch nicht vorbei. Abschließend wartete noch das letzte Gefecht gegen den Sportverein aus Güdingen. Nachdem das Hinspiel mit 4:0 vergeigt – und somit die greifbare Herbstmeisterschaft verpasst – wurde, war Wiedergutmachung angesagt. Und die hatte es in sich. 10:1 lautete das amtliche Endergebnis. Huldigen wir diesem Resultat und seinen Urhebern und sprechen wir die drei Silben die die Welt bedeuten gemeinsam aus: GA – LAK – TISCH!

Was bleibt also von der ersten Saison mit der vierten Mannschaft?

Sicherlich der grandiose dritte Tabellenplatz. Ich denke, darauf hätte niemand ernsthaft gewettet. Und wenn man mal bedenkt, dass durchaus mehr drin gewesen wäre, wenn… ach,… egal,… bildet euch selbst ’ne Meinung, was ich eigentlich noch sagen will, ist:

Das hier muss weitergehen. Wäre ich Politiker, würde ich sagen, eine vierte Mannschaft ist ‚alternativlos‘. Es war ’ne geile Runde. Es war ’ne verrückte Zeit. Es war manchmal bizarr und es war definitiv nie langweilig. Es war selten sportlich hochwertig (s. Einleitung), aber es war trotzdem immer Sport. Locker mit Freunden kicken – unter Wettkampfbedingungen. Ein Hobby, das mit nichts zu vergleichen ist. Ich könnte lachen, heulen, frieren, schwitzen, wiederkäuen, schreien, schweigen, was auch immer, wenn ich an diese Mannschaft denke, denn sie hat einfach alles. Sie ist das Leben im 90-Minuten-Format, meistens sogar mit Verlängerung. Und ich will mehr davon.

Bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter!

Auf geht’s, galaktischer SVA 4

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