Weltklasse Telefonate zwischendurch

„Ja Hallo, ich bin die [$Vornamen] und wollte fragen ob ihr noch jemanden sucht?“

(in mir beginnt die Sarkasmus-Maschine zu laufen und mir fallen auf Anhieb mehrere nette Gegenfragen ein, aber man ist ja Mensch und beißt sich auch ab und zu mal auf die Zunge)

„Oh, da kann ich ihnen leider nix zu sagen. Der Chef ist momentan leider nicht im Haus und ich hab da keinen entsprechenden Überblick oder gar Entscheidungsgewalt.“

„Ja, ok, weil wissen Sie, ich hab ja Arbeit. Aber die ist [$weiter_weg] und ich wohne ja in [$nicht_so_weit_weg] und es wär ja wichtig, dass ich Arbeit hab.“

„Äh, joa. Kann ich nachvollziehen. Aber wie gesagt, ich kann ihnen da jetzt leider nicht weiterhelfen. Wenn sie es vielleicht gegen [$Uhrzeit] nochmal versuchen würden, da stünden die Chancen besser, dass sie jemanden erreichen der ihnen da genaueres sagen kann als ich.“

„Hmm… ja… weil… wissen sie, ich hab [$nicht_so_die_optimale_Vorgeschichte] und ich brauch ja Arbeit, weil das andere einfach viel zu weit weg ist. Und da dachte ich, ich frag einfach mal da bei euch, weil ihr ja vielleicht jemanden sucht und…“

„Das ist auch absolut lobenswert. Initiative ist immer gut und gerne gesehen, aber ich kann ihnen da jetzt echt leider keine positive oder negativ Antwort geben, weil das nicht in mein Aufgabengebiet fällt. Ich kann ihnen nur nochmal den Tipp geben es vielleicht gegen [$Uhrzeit] noch einmal zu versuchen, dann ist bestimmt jemand da, der ihnen weiterhelfen kann.“

„Ja, weil, das wär echt wichtig und am besten so schnell wie möglich,…“

Kopf–>Tisch

„Absolut, absolut. Ich mag ihre Einstellung und drücke ihnen die Daumen, dass es, wenn Sie um [$Uhrzeit] wieder anrufen, mit einer Anstellung klappt.“

„Danke… ok dann, bis später.“

*klick*

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3 Gedanken zu “Weltklasse Telefonate zwischendurch

    • Klar, ich hab‘ auch manchmal so Aussetzer. Shit happens. Aber wenn man auf Jobsuche ist, ist das eben nicht so der optimale erste Eindruck… zumindest dann, wenn dem Gegenüber das nicht völlig egal ist, wie man sich präsentiert… mir macht das nix aus, von mir aus können mich die Leute auch direkt duzen, aber unsere Protagonistin hat – als nächsten ‚Fehler‘ – anstatt es zur von mir vorgeschlagenen [$Uhrzeit] zu versuchen, erst heute wieder angerufen und ist natürlich prompt an die Falsche geraten. C’est la vie…

      • Es gibt sowas.
        Ich erinnere mich an eine Bewerberin (Eine erwachsene Frau, keine fünfzehnjährige Praktikantin oder sowas.), die mich eineinhalb Stunden nach dem verpassten Termin anrief und mir sagte, sie hätte den Weg nicht gefunden und nicht anrufen können, weil sie ihr Mobiltelefon vergessen hätte, und dann fragte sie, ob ich ihr beim nächsten Termin ein Stück entgegen fahren könnte, um sie zur richtigen Adresse zu führen.

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